Lakritze

4. März 2017
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(Copyright: MedPharm)

Wissenschaftlicher Name: Glycyrrhiza glabra L.

Allgemein

Die Pflanze wurde in Griechenland zur Behandlung von Husten und Atemwegserkrankungen bekannt. Kräuterbücher verschiedener Jahrhunderte weisen auf ihren medizinischen Wert hin: Bronchitis, Tuberkulose und Harnwegserkrankungen wurden mit Lakritzwurzel behandelt.

Charakteristik

Im südlichen Europa und Westasien ist die Lakritzwurzel (Süßholzwurzel) zu finden. Sie blüht im Juni und Juli und wird im September und Oktober geerntet. Medizinisch verwendet werden die ungeschälten, getrockneten Wurzeln und das Wurzelgeflecht.

Anwendungsbereiche

Innere Anwendung: bei chronischen Magen- und Darmerkrankungen, Entzündungen der oberen Atemwege
Volksmedizin: bei Blinddarmentzündungen, Entzündungen des Magen-Darm und Urogenital-Traktes, zur Förderung der Menstruation, Milchbildung und Harnausscheidung, bei Epilepsie, Hauterkrankungen und zur Potenzsteigerung
Indische Medizin: bei Magengeschwüren, Kopfschmerzen, Bronchitis, Augenerkrankungen und Halsschmerzen, bei Schnittwunden und gegen graue Haare
Chinesische Medizin: bei Halsschmerzen, Vergiftungen, Milzstörungen und trockenen Husten

Dosierung

Tagesdosis: 5-15 g Droge
In hohen Dosen nicht länger als 6 Wochen verwenden.
Tee: 4-5 g auf 150 ml Wasser, 10-15 Minuten ziehen lassen. 1Tasse nach den Mahlzeiten trinken.

Wirkung und Nebenwirkungen

Die Wirkung bei Magenschleimhautentzündung und Entzündungen der oberen Atemwege ist nachgewiesen (Khayyal et al. 2001; Fukai et al. 2002). Für die Extrakte oder Inhaltsstoffe der Süßholzwurzel wurden antioxidative (Vaya et al. 1997: Fuhrman et al. 2002) und anticarcinogene (Wang 2001) und weitere heilsame Aktivitäten nachgewiesen. Gegenanzeigen, Neben- und Wechselwirkungen sind jedoch besonders zu beachten. Dazu beraten Ärzte und Apotheker. Während der Schwangerschaft sollten die Präparate nicht verwendete werden. Eine Anwendung über den Zeitraum von 6 Wochen hinaus wird nicht empfohlen.

Anwendung in Lebensmitteln

Süßholz ist Grundlage bei der Herstellung von Lakritze, ferner Aromastoff für Getränke wie Bier oder Teemischungen und Kautabak. Wegen ihrer vielfältigen Wirkung kann die Pflanze einen wertvollen Beitrag als diätetischer Zusatzstoff in entsprechenden Nahrungsmitteln leisten.

Author: Thomas Brendler, Joerg Gruenwald, Christof Jaenicke


Eingetragen am 4. März 2017 in Heilpflanzen

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