Weihnachtliche Aromatherapie

Weihnachtliche Aromatherapie

10. Juli 2019
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Tee mit Nelke, Kardamom und Zimt weckt positive Gefühle. (Copyright: NinaMalyna/Shutterstock)

Der Himmel ist grau, die Zeichen stehen auf Stress. Da schält jemand eine Orange und schon weckt das frische Aroma die Lebensgeister und eine fast kindliche Weihnachtsfreude. Worin liegt die Magie der Düfte und wie lässt sie sich in der Aromatherapie nutzen?

„In der Advents- und Weihnachtszeit kommt unsere Nase voll auf ihre Kosten“, meint Marco Funke von der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) in Mönchengladbach. „Steigt zum Beispiel der Duft von Lebkuchen in die Nase, erinnern wir uns an Kindertage, als wir mit Eltern und Geschwistern ein Knusperhaus gebastelt haben“.

Düfte wecken Erinnerungen und Gefühle

Wie kommt es, dass Gerüche längst vergessene Erlebnisse ins Bewusstsein zurückholen? Funke erklärt: „Unser Gehirn speichert Gerüche zusammen mit Gefühlen und Erinnerungen ab. Das liegt daran, dass der Geruchsinn mit dem limbischen System im Gehirn verbunden ist, wo Emotionen verarbeitet und Triebe gelenkt werden.“ Hinzu kommt, dass wir Gerüche direkt wahrnehmen. Bei anderen Sinneswahrnehmungen schaltet sich die Großhirnrinde dazwischen.

Düfte entfalten eine starke Wirkung

Gerüche lösen völlig unterschiedliche Reaktionen aus. Sie setzen Glückshormone frei, prägen den ersten Eindruck, den wir von einem Menschen fassen oder warnen vor Feuer und verdorbenen Speisen. Selbst Demenz-Patienten, die sonst nur schwer ansprechbar sind, reagieren mit starken Gefühlen auf Gerüche. Manchmal sollen Düfte sogar Wachkoma-Patienten ins Leben zurückgeholt haben.

Aromatherapie in der Weihnachtszeit

Mit der Weihnachtszeit bringen wir gleich ein ganzes Buquet von Düften in Verbindung: Zu ihnen zählen Orangen, Fichtennadeln, Zimt, Kardamon, Nelken und Vanille. Manche nützen die Weihnachtsdüfte als Begleiter durch den Tag. Frische Orangen- und Fichtennadelaromen wecken morgens die Lebensgeister. Abends bereiten die warmen, orientalischen Düfte auf die Ruhestunden vor. In der Aromatherapie haben weihnachtliche ätherische Öle spezielle Aufgaben. Vanille und Orange wirken stimmungsaufhellend. Zimt hilft durch seelische Tiefs und bei Schwächezuständen. Kiefer stärkt das Selbstbewusstsein. Darüber hinaus hat sich der frische Waldduft bei Rheuma und Erkältungskrankheiten bewährt. Wer einmal während der Weihnachtsfeiertage verstärkt auf Gerüche achtet und sich Zeit zum Wahrnehmen nimmt, bringt vielleicht eine neue Tiefe in das Weihnachtsfest.

Author: Susanne Schmd/KKH


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